GILGAMESCH – EPOS 2020
Ischtar / Gott der Fruchtbarkeit und Liebe, 2020

Ischtar / Gott der Fruchtbarkeit und Liebe

Acrylfarben

Rahmen: 52×72 cm

Bild: 30×42 cm

DIE LEGENDE VON GOLGAMESCH – 2020

Gilgamesch (2750–2600 v. Chr.) ist zu zwei Dritteln Gott und zu einem Drittel Mensch. Er herrscht als König über den sumerischen Stadtstaat Uruk Er ist ein despotischer Herrscher, weswegen die Schöpfergöttin Aruru sich entschließt, den Steppenmenschen Enkidu zu erschaffen, der Gilgamesch besiegen kann. Vor dem Tempel kommt es zum Kampf, der unentschieden endet. Die Gegner werden Freunde und bestehen gemeinsame Abenteuer.

 

Gilgamesch und Enkidu treten gegen ein Ungeheuer namens Huwawa an und werden bei ihrer Rückkehr nach Uruk als die größten Helden gefeiert. Ischtar, die Liebesgöt tin, erklärt Gilgames ch daraufhin ihre Liebe, er aber weist die Göttin ab, weil er weiß, wie es Dumuzi, einem früheren Liebhaber Ischtars, ergangen war. Erbittert schickt sie den Himmelsstier nach Uruk, der nun die Erde verwüstet. Doch die beiden Helden erschlagen auch dieses Untier.

 

Aus Rache wird Enkidu auf Geheiß der Götter von einer Krankheit befallen und qualvoll sterben. Gilgamesch weiß, dass ihn dasselbe Los erwartet und macht sich auf die Suche nach der Unsterblichkeit. Auf abenteuerlichem Weg gelangt er zu einem Fährmann, der ihn über das Wasser des Todes zu Utnapischtim – einem Vorfahren Gilgameschs – übersetzt, jener rät Gilgamesch, sechs Tage und sieben Nächte nicht zu schlafen, dann würde er Unsterblichkeit erlangen.

 

Gilgamesch hält dies jedoch nicht durch. So erzählt ihm Utnapischtim von der Pfl anze, die aus alt jung macht. Daraufhin taucht Gilgamesch in die Tiefen des Meeres und fi ndet sie.

 

Um die Menschen jung zu machen, will er die Verjüngungspfl anze in seine Heimat bringen, doch eine Schlange raubt sie. Gilgamesch kehrt daraufhin verzweifelt nach Uruk zurück. Er hat nun Gewissheit über das Todesschicksal der Menschen gewonnen. Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit ist nichtig.

 

Da Gilgamesch zwar zu zwei Dritteln Gott ist, zu einem Drittel aber Mensch, muss er nun um dieses einen Drittels willen selbst sterben.

 

Auf der letzten der insgesamt 12 Tafeln wird berichtet, wie Enkidu – der ja bereits gestorben ist – in die Unterwelt steigt und dort festgehalten wird. Gilgamesch bittet die Götter, ihm bei der Befreiung des Freundes zu helfen, und Enki, der Herr der Erde, erbarmt sich seiner und lässt Enkidu durch ein Loch aus der Erde entweichen.

 

Wir begegnen im Gilgamesch-Epos einem neuen Typus des Helden. Der Halbgott verliert in jenem Moment seine Unsterblichkeit, als er die menschliche Freundschaft entdeckt. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Mensch und Halbgott. Damit nähert sich der Mensch einerseits den Göttern an, andererseits stellt er sie auf eine Stufe mit seiner Art.